Oversampling / undersampling

Damit Sterne als schöne kleine Punkte auf der Aufnahme zu sehen sind, sollte die Optik des Teleskops und die Kamera aufeinander abgestimmt sein. Da kommen Begriffe wie FWHM, Bogensekunden/Pixel, seeing usw. ins Spiel.
Oversampling bedeutet, dass das Licht der Sterne auf zu viele Pixel verteilt wird und die Sterne daher unansehnliche „Klumpen“ werden.
Beim undersampling Verteilt sich das Licht auf zu wenige Pixel. Sterne werden dann eckig und die Auflösung verringert sich.
Für meine Praxis ist folgendes wichtig:
- Ziel ist es 2.5 – 2.8 FWHM zu „haben“, jedenfalls nicht mehr als 5 (etwas oversampling)
- Mein SykWatcher N 130/900 + Barlow 2x (ohne kein Focus!) + Nikon D3100 (meine Standardkonfiguration) ergeben 0.485 Bogensekunden/Pixel (das sagt astrometry.net über die hochgeladenen Bilder)
- Bei sehr gutem seeing, also in den Bergen oder in der Wüste, wo ich gewöhnlich nicht bin, wäre das perfekt.
- Leider habe ich hier in Linz eher schlechte Bedingungen (mieses seeing), die etwa 7-9 FWHM ergeben.
- Die Nikon D7500 hat etwas kleinere Pixel und sollte noch schlechter sein (8-10 FWHM)! (so steht es auf dieser Seite)
- Die geliehene Kamera Toupcam G3M178M liegt, mit dem SkyWatcher N 130/900 (ohne Barlow) auch bei ca. 0.5 Bogensekunden/Pixel, was wieder ein FWHM von 5-8 ergibt – same same but different, würde das in Thailand heißen.
Fazit
Um mit den Nikons bessere Ergebnisse zu erhalten, kann ich die Brennweite reduzieren oder ins Gebirge ziehen! )
Eine kürzere Brennweite hätte das BRESSER Messier AR-90L/1200, weil ich das ohne Barlow benutzen kann. Einen besseren Himmel gibt es sicher in Gramastetten, wo der Verein der Kepler Sternwarte Linz eine Außenstelle betreibt.
Februar 2024: Mittlerweile habe ich etwas mit einer anderen Kombination experimentiert. Viel weniger Brennweite und zt. auch größere Pixel. Siehe hier.