Beobachtungsnacht (M 51 und M 61)
Linz, 30. April 2026.
Das Bild von M 61 hab ich mal bei astrometry.net hochgeladen um auch andere Galaxien darauf zu identifizieren. Mir sagt zwar deren Nummer dann nichts, aber das tut man halt! ))



M 61, Spiralgalaxie, entdeckt von Barnaba Oriani im Jahr 1779 (nur ein paar Tage vor Charles Messier), 66 Millionen Lichtjahre entfernt und mit 100.000 Lichtjahren Durchmesser, ganz schön groß! Groß ist auch der „Virgo-Galaxienhaufen“, zu dem M 61 gehört – zumindest unserer Meinung nach. Er soll mehr als 2000 Galaxien enthalten.
Barnaba Oriani war 1779 am Osservatorio Astronomico di Brera. Das Observatorium in Mailand steht noch und beherbergt viele Instrumente der damaligen Zeit in einem Museum.
Genau habe ich es nicht herausgefunden, aber zwei Refraktoren aus dem Jahr 1778 mit 76 bzw. 90 mm Objektivdurchmesser und 2420 und 3070 mm Brennweite (f/32 und f/34!) sind im Museum zu sehen. Ev. wurde M 61 damit entdeckt!? Aber das wäre eine große Herausforderung, denn 76 bzw 90 mm sind nicht gerade viel und ich nehme an, die Linsen damals waren weniger gut als heute.
Mein Bild ist zwar unter schlechten Lichtverhältnissen gemacht worden, aber doch mit einer Stunde Belichtungszeit und mit 130 mm Durchmesser!
Ich denke, M 61 war damals eher schlecht als recht zu sehen. Etwa als ein verwaschener Fleck ohne Spiralarme. Super Leistung!
NGC 4292, lt. Wikipedia handelt es sich um eine im Jahr 1828, von John Herschel, entdeckte Galaxie. Schätzungsweise 97 Millionen Lichtjahre entfernt und etwa halb so groß wie „unsere eigene Galaxie“.
NGC 4301, eine Balken-Spiralgalaxie (aha!), entdeckt von Bindon Blood Stoney im Jahr 1851. Schlappe 54 Millionen Lichtjahre entfernt, quasi nebenan. ))
UGC 7287, am rechten Rand im oberen Drittel. Eine Spiralgalaxie mit der Helligkeit 15,2 mag. Viel mehr konnte ich nicht herausfinden.